Bio ist nicht Öko
Die Gegenüberstellung macht deutlich, wie der Begriff "Bio" durch industrielle Verfahren ausgehöhlt werden kann.| Bewirtschaftung | Bioland | EG Öko-Verordnung |
| Bewirtschaftungsform | Gesamtbetriebsumstellung, ausschließlich ökologisch | Teilumstellung möglich, ökologische und konventionelle Bewirtschaftung in einem Betrieb möglich |
| Futtermittel | ||
| zugelassene Futtermittelkomponenten |
starke Begrenzung | Fischmehl, konventionelles Soja, Trester aus Zitrusfrüchten und Importfutter aus der Dritten Welt zugelassen |
| Anteil des Futters vom eigenen Hof |
über 50% des Futter vom eigenen Betrieb | keine Aussage |
| Anteil am konventionellen Futter | Schweine dürfen max. 15% konv. Futter | Schweine dürfen max. 20% konv. Futter |
| Tierhaltung | ||
| Begrenzung der Anzahl an Tiere |
140 Hennen, 280 Hähnchen oder 10 Mastschweine pro ha und Jahr | 230 Hennen, 580 Hähnchen oder 14 Mastschweine pro ha und Jahr |
| Fisch | Bioland-Richtlinien für Friedfisch (Karpfen, Schleie) | keine Aussage |
| Pflanzenbau | ||
| Saatgut | chemisch gebeiztes Saatgut verboten | chemisch gebeiztes Saatgut zugelassen |
| Düngung mit Gülle | konventionelle Gülle verboten | konventionelle Gülle zugelassen (aus extensiver Haltung) |
| Zierpflanzen und Baumschulen |
Bioland-Richtlinien | keine Aussage |
| Kupfer |
limitiert 3 bzw. 4 (Hopfen) kg pro ha/Jahr | unbegrenzt, es gilt Pflanzenschutzgesetz des Landes |
| zugelassene Düngemittel | Hornmehl zugelassen | Hornmehl, Blutmehl und Tiermehl zugelassen |
| Pilzanbau | nur auf Ökosubstrat | 1/4 des Substrates darf konventioneller Herkunft sein |
| Stickstoffeinsatz | Zukauf limitiert auf 40 kg pro ha und Jahr Gesamteinsatz beim Gemüseanbau limitiert auf 110 kg | keine Regelung |
| Verarbeitung | ||
| zugelassene Zusatzstoffe |
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